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![]() © ARGE Prof. H. Hollein - A. Wimmer Büropark Porr Am Laaer-Berg im Süden Wiens entstehen in diesem Jahrzehnt ca. 110.000 m2 Bürofläche und 1.000 Wohneinheiten, genannt die Gartenstadt Laaer-Berg, unter der Leitung des PORR-Konzerns . In diesen Büros werden bis zu 10.000 Menschen arbeiten.
Beim Bau von Bürohäusern ist neben einer repräsentativen und modernen Architektur immer mehr auf eine energieeffiziente und flexible Gebäudetechnik zu achten (Passivtechnologie ist Smart-Tech). Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Passivtechnologie resultiert in der Behaglichkeit der Innenräume zur Schaffung einer optimalen Arbeitsumgebung für die MitarbeiterInnen (Arbeitswelt als Lebenswelt).
Die Forschungsgruppe untersucht einen Bürokomplex in diesem Projekt in der Größe von 32.000 m2 in Zusammenarbeit mit dem Porr-Konzern. Um eine maximale Einfluss¬nahme auf die energetische Optimierung zu gewährleisten, wurde dieser Komplex, der sich noch im Entwurfsstadium befindet, ausgewählt.
Die Passivtechnologie könnte die Lösung für ein ressourcenoptimiertes Bürohaus sein, wobei dieses Forschungsprojekt Pilotprojektcharakter hat, da wenige Ergebnisse über den Einsatz der Passivtechnologie im Bürogebäudebau vorliegen.
Folgende Bereiche werden untersucht:
• Optimierung der Fassade in Hinblick auf Heiz- und Kühllast. Die für den Bürobau wichtigste haustechnische Last, die Kühllast, soll minimiert und Speichermassen, Kühldeckenelemente/Betonkernkühlung geschaffen werden.
• Zwischenspeicherung des jahres- und tageszeitlichen Wärme- und Kälteüberschusses zur zeitversetzten Nutzung.
• Hinsichtlich des Energieverbrauchs soll eine optimierte Anlage entworfen werden.
Auf Grund der unterschiedlichen Nutzung und Infrastruktur können Wohn- und Bürobauten nur eingeschränkt miteinander verglichen werden. Wobei wir den von Dr. Feist aufgestellten Passivhausstandard als Benchmark sehen, welcher in der vorliegenden Konfiguration für den Bürobau adaptiert und definiert wird.
Die Innovationen des Projekts liegen einerseits in der Weiterentwicklung des Passivhaus-gedankens (zeitliche Energieumschichtung durch Wärmetauscher mit gekoppeltem Zwischen¬speicher) und andererseits in der Machbarkeit eines Büro(hoch)hauses in Passivhausqualität.
Als Ergebnis des Forschungsprojekts werden Vorgaben für die optimale Gesamtkonfiguration für ein „Bürohaus der Zukunft“ in Passivhausqualität erwartet.
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