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NICHT REALISIERT
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© Schöberl & Pöll GmbH
Evaluierung der raumweisen Temperaturdifferenzierung in Wohnungen von Passivhäusern.
Im Passivhaus Utendorfgasse wurde in 11 Wohnungen sehr kostengünstig eine raumweise Temperaturregelung eingebaut. Die Erfahrungen mit raumweiser Temperaturregelung sollen messtechnisch ausgewertet werden.
| Fertigstellung: |
2008-2010 |
| Auftraggeber: |
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie |
| BearbeiterInnen: |
Schöberl & Pöll GmbH |
Endbericht.
Download Endbericht
http://www.schoeberlpoell.at/download/forschung/RaumwTempdiff_Endbericht_2010-12-20.pdf
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Kurzfassung
In Passivhäusern soll raumweise die Temperatur differenziert werden können ist eine häufige Forderung. Auch in der Literatur ist zu lesen, dass Passivhaus-BewohnerInnen sich oft kühlere Raumtemperaturen in deren Schlafzimmern als in den anderen Räumen wünschen.
In der Passivwohnhausanlage 1140 Wien Utendorfgasse wurden bei 11 Wohnungen eine raumweise Temperaturdifferenzierung eingebaut.
Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojektes erfolgten umfangreiche Untersuchungen zur Wirkungsweise von Heizregister-Bypässen mit Mischluftboxen und deren Auswirkung auf die Raumtemperaturen sowie die Energieeinsparung und eine Erhebung der Zufriedenheit der BewohnerInnen.
Die Raumtemperaturen sind im Schlafzimmer mit Heizregister-Bypass um 1 Kelvin kälter als ohne Heizregister-Bypass, siehe Abbildung. Die Raumtemperaturen sind in Räumen mit Heizregister-Bypass höher als in Räumen, wo Fensterlüftung mit gekipptem Fenster betrieben wird. Im Fall der Fensterlüftung kühlen Räume weitestgehend unkontrolliert ab.
Zeitlicher Verlauf der Raumtemperaturen von zwei Schlafzimmern [Schöberl & Pöll GmbH]
Bei der BewohnerInnenumfrage wurde auch die Frage der Zufriedenheit der BewohnerInnen mit der Raumtemperatur außerhalb des Wohnzimmers untersucht. Die Umfrage ergab, dass 90 % der Befragten mit den Raumtemperaturen außerhalb des Wohnzimmers zufrieden sind, egal ob sie eine raumweise Temperaturdifferenzierung hatten oder nicht und das bei einer Reichweite von 77 % (das sind insgesamt 30 Wohnungen von 39 Wohnungen). 52,2 % der BewohnerInnen ohne raumweiser Temperaturdifferenzierung und 14,3 % der BewohnerInnen mit raumweiser Temperaturdifferenzierung lüften im Schlafzimmer dauerhaft um die gewünschte Raumtemperatur zu erzielen.
Die Energieeinsparung zufolge der Raumtemperaturabsenkung im Schlafzimmer bei Nutzung des Heizregister-Bypasses mit Mischluftbox ist insgesamt gering. Infolge Fensterlüftung wo realistischerweise das Fenster bei Raumtemperaturen unter 20 °C geschlossen wird kommt es zu einer Erhöhung des Heizwärmebedarfs um 9 % für die gelüftete Wohnung zusammen mit ihren Nachbarn.
Da 52,2 % der befragten BewohnerInnen ohne raumweiser Temperaturdifferenzierung Dauerlüften des Schlafzimmers angaben, erhöht sich der Heizwärmebedarf für das gesamte Haus um 4,7 % wenn niemand raumweise Temperaturdifferenzierung hat.
Da 14,3 % der befragten BewohnerInnen mit raumweiser Temperaturdifferenzierung Dauer-lüften des Schlafzimmers angaben, erhöht sich der Heizwärmebedarf für das gesamte Haus um 1,3 % wenn alle eine raumweise Temperaturdifferenzierung haben.
Der Unterschied zwischen der vollständigen Ausstattung mit raumweiser Temperatur-differenzierung und ohne raumweiser Temperaturdifferenzierung eines Passivwohnhauses beträgt für den Heizwärmebedarf 3,4 %.
Die Kosten inkl. Montage für einen Heizregister-Bypass mit Mischluftbox betrugen ca. 700 Euro pro Raum.
Aus den oben genannten Punkten können folgende Schlussfolgerungen gezogen werden. Energetisch betrachtet hat eine raumweise Temperaturdifferenzierung ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die raumweise Temperaturdifferenzierung sollte nicht als Standard-ausstattung, sondern als Sonderwunsch angeboten werden.
Da diese Untersuchung an einem Zuluft beheizten Passivhaus erfolgt ist, wäre es empfehlenswert eine Untersuchung bei einem über Radiatoren raumweise beheizten Passivhaus durch-zuführen, bei der die Häufigkeit des Fensterlüftens und des Abdrehens von Radiatoren erhoben wird.
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