NICHT REALISIERT
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Komfortlueftung Plus
Entwicklung innovativer kleinserientauglicher Komponenten für hocheffiziente Komfortlüftungssysteme,
die erstmals eine raum- oder zonenweise Bedarfsanpassung der Luftmengen
ermöglichen. Die raumweise Bedarfssteuerung erhöht die Luftqualität im Aufenthaltsbereich
und verringert gleichzeitig die Luftwechselrate bezogen auf die Nutzungseinheit. Daraus resultiert
eine deutliche Verringerung des Primärenergieaufwandes und eine grundsätzliche und
nachhaltige Lösung der Feuchteproblematik im Winter. Für die Sanierungsanwendung wird ein
System zur Serienreife gebracht, das die Vorteile zentraler und raumweiser Lüftungssysteme
vereint und ohne Luftleitungen auskommt. Basis der möglichen Systemvarianten bilden 4
Hauptkomponenten, die sich je nach Anwendung flexibel miteinander kombinieren lassen. Das
optisch ansprechende Komfortlüftungsgerät ist für eine möbelgleiche Aufstellung im Nutzungsbereich
konzipiert und benötigt keinen Technikraum.
| Fertigstellung: |
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| BearbeiterInnen: |
Schöberl & Pöll GmbH |
Kurzfassung
Der hygienische Luftbedarf ist hauptsächlich von der Höhe der Personenbelegung und dem Aktivitätsgrad abhängig. Konventionelle Komfortlüftungssysteme erlauben es lediglich die Luftvolumenströme für die gesamte Nutzungseinheit zu verändern. In der Praxis sind daher die Frischluftmengen in nicht belegten Räumen höher, als dies hygienisch bzw. feuchtebedingt notwendig wäre. Gleichzeitig werden Räume, in denen sich 2 oder mehr Personen befinden, merklich unterversorgt. Dadurch besteht der Anreiz, die Fenster zusätzlich zu öffnen. Eine Erhöhung der Lüftungsstufe der Anlage führt nur zu einer marginalen Verbesserung der Luftqualität im Raum, ist jedoch mit einer überproportionalen Erhöhung des Primärenergiebedarfs verbunden. Während man im Bereich der Effizienz von Wärmerückgewinnern und Ventilatoren langsam an die physikalischen Grenzen derzeitiger Technologien stößt, wird das beträchtliche Potential der raum- oder zonenweisen Bedarfsanpassung zur Reduzierung des Primärenergiebedarfs derzeit nicht genützt. Aus NutzerInnensicht besteht der Mehrwert der automatischen raumweisen Steuerung vorwiegend in einer merklichen Verbesserung des Luftkomforts im Aufenthaltsbereich im Vergleich zu konventionellen Systemen. Gleichzeitig kann das beständige Problem zu niedriger Raumluftfeuchten bei tiefen Außentemperaturen nachhaltig gelöst werden. Ein wesentlicher Vorteil für die AnlagenerrichterInnen besteht darin, dass das manuelle, zeitaufwändige Einregulieren der Zuluftdurchlässe bei diesem System automatisch erfolgt. Das gegenständliche Projekt konzentriert sich auf die serienreife Entwicklung modular einsetzbarer neuartiger Lüftungs- und Steuerungskomponenten und zugehöriger Planungssoftware. Hauptanwendungsgebiete der sogenannten „Komfortlüftung plus+“ sind Wohnungen, Hotels, Büros und alle Bereiche wohnähnlicher Nutzung bei denen Räume oder Zonen einer schwankenden Belegung unterworfen sind. Speziell für die Sanierungsanwendung soll eine Systemvariante zur Serienreife gebracht werden, die mit geringstem baulichem Aufwand integrierbar ist. Das System „Komfortlüftung plus+“ besteht aus 4 Hauptkomponenten, die sich zum Teil in der Prototypen- und zum Teil in der Entwurfsphase befinden. Zunächst werden Konstruktionsdetails und Funktionsumfang der eingesetzten Komponenten in einer Variantenuntersuchung optimiert. In Hinblick auf eine rasche Überleitung in eine Kleinserie werden verschiedene Fertigungsvarianten untersucht und die Konstruktion nach detaillierten technischen Pflichtenheften überarbeitet. Das Lüftungsgerät ist für die Aufstellung im Wohnbereich ohne Technikraum konzipiert und soll in Kooperation mit einem erfahrenen Tischlereiunternehmen äußerlich zu einem Möbelstück in unterschiedlichen Designvarianten weiterentwickelt werden. Entscheidenden Einfluss auf die Wirkungsweise des Systems hat die neu zu entwickelnde Steuerungs- und Bedieneinheit, die mit Hilfe eines intelligenten Algorithmus und einfacher Sensorikbauteile eine möglichst zielsichere Zuordnung des Luftbedarfs einzelner Zonen bzw. Räume ermöglichen soll. Als Methode zur Effizienzoptimierung werden Simulationen der Steuerungsvorgänge auf Basis unterschiedlicher Nutzungsszenarien vorgenommen. Für die Unterstützung der PlanerInnen soll ein Projektierungstool mit der Anbindung an gebräuchliche Auslegungsanforderungen geschaffen werden. Als ProjektpartnerInnen und für die laufende Umsetzung konnte ein führendes PH-Planungsbüro und ein kompetentes Elektronikentwicklungsunternehmen gewonnen werden. Das Projekt wird in insgesamt 16 überschaubaren Arbeitspaketen mit detaillierten Zielvorgaben innerhalb von 27 Monaten abgewickelt. |
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